Bienensterben 2015 / 2016

Dieser Kommentar ist die Fortführung zum „Bienensterben 2015“. Und es wird sicherlich nicht der letzte traurige Beitrag sein. Es dauert halt eben sehr lange, bis die Politik und die landwirt-schaftlichen Erzeuger erkennen, dass man vor allem mit ungeprüfter Chemie im Langzeitversuch doch viele Schäden anrichten kann – Schäden an der Pflanze, am Tier, am Boden und Schließlich am Menschen. Über den eingefügten Link Hoppe & Safer DEBIMO 24. Jan. 2011 kommt man zu einer aktuell zugespielten Arbeit von Hoppe & Safer, die an Akribie und vor allem wissenschaftlicher Sorgfalt kaum zu überbieten ist. Es ist für einen einfachen Imker ein schwer verdaulicher Text. Doch es wird klar, welchen Gefahren unsere Bienen, andere Bestäuber und schließlich wir ausgesetzt sind. Noch ist der einfache Bürger – wir zählen uns auch dazu – sich nicht im Klaren, dass selbst die Städte hinsichtlich der Pestizidgaben keine Ausnahme bilden. Jedes Spray, das wir auf die Blattlaus sprühen, auf die Balkonblumen, in die Obstbäume und –sträucher, auf das eingerollte Rosenblatt, auf das „Unkraut“ im Garten oder Straßenrand, auf den verlausten Hund, die Zecken der Katze und und und ist in der Regel ein Insektizid, ein Neonikotinoid, ein Nervengift dessen Gefährlichkeit das frühere DDT um ein Vielfaches übertrifft.

Lasst diese Mittel bitte in Zukunft in den Regalen und sagt Euren Freunden, dass es keine Hilfsmittel sind. Blattläuse mögen keine Wasserduschen, Rosen trennt man von den eingerollten Blättern, „Unkräuter“ hackt man aus, wenn es sein muss. Und die Obstgehölze schützt man, indem viele Nistkästen aufgehängt werden.

In Politik und Wirtschaft, leider auch von Zeit zu Zeit in der Wissenschaft, wird viel taktiert. Die Abhängigkeiten sind oft groß. Man möchte es mit den Sponsoren nicht verderben. Da ist es gut, dass wir uns mit unserem kleinen e.V. die Unabhängigkeit und damit auch die sachdienliche Information nicht verbiegen lassen müssen.

dR