Lange Nacht der Wissenschaft am 2. Juni 2012

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Freie Universität Berlin
Lange Nacht der Wissenschaften


Quelle: NatLab/Bienen

NatLab | Bienen

Mit der Haltung von Honigbienen verbinden die meisten Menschen die Gewinnung von Honig, die bedeutendste Aufgabe der Honigbienen ist jedoch die Bestäubung. Die Bestäubung durch Insekten wird zu 80% von Honigbienen, 15% von Hummeln und etwa 5% von Wildbienen, Wespen, Fliegen und anderen Blütenbesuchern erbracht. Der hohe Anteil der Honigbienen lässt sich durch die Überwinterung als Volk erklären. Während andere Insekten sich im Aufbau des Nestes befinden, haben die Honigbienen bereits im Frühling eine Völkerstärke von 20.000 bis 40.000 Arbeiterinnen.

Honigbienen sind besonders wertvoll für die Landwirtschaft, ihre Bestäubung hat positiven Einfluss auf die Qualität und Menge des Ertrags. Sie steigern den Ertrag bis zu 80% bei Birnen, 70% bei Äpfeln, 50% bei Sonnenblumen, 90% bei Rotklee, 30% bei Raps. Raps ist z. B. eine wichtige Pflanze für die Gewinnung alternativer Kraftstoffe und die Senkung des CO2-Ausstoßes. Für eine gute Bestäubung von Raps werden 3 Völker/ha benötigt. Dann kann der Landwirt mit einer Steigerung der Ernte um ca. 1t und damit 350 €/ha rechnen – und dies ohne zusätzlichen Einsatz von Dünger- und Pflanzenschutzmitteln!
Der Beitrag der Honigbienen für unsere Umwelt und uns Menschen ist jedoch stark gefährdet. In Deutschland sind die Völkerzahlen in den letzten 15 Jahren um etwa 45% gesunken. Die Gründe hierfür sind Bienenkrankheiten, wie die Varroa, und der Rückgang der Imkerzahl. Für unsere ökologische und wirtschaftliche Zukunft sind die Honigbienen ein wichtiger, aber gefährdeter Erfolgsfaktor.

PROGRAMM (gemeinsam mit Mitgliedern des Imkervereins Zehlendorf e.V.)
17.00–1.00 Uhr Präsentationen (KL 29/111)